Ja – Yoga kann nebenberuflich oder hauptberuflich zu einer professionellen Tätigkeit werden. Eine Yogalehrerausbildung allein garantiert allerdings noch kein bestimmtes Einkommen. Entscheidend sind neben der fachlichen Qualifikation auch Unterrichtskompetenz, Positionierung, Zielgruppe, Auslastung und ein wirtschaftlich tragfähiges Angebot.
Wer Yogalehrer:in werden möchte, sollte deshalb nicht nur überlegen, welche Ausbildung fachlich interessant ist. Ebenso wichtig ist die Frage: Was möchte ich nach der Ausbildung damit machen?
Nebenberuflich oder hauptberuflich Yoga unterrichten?
Viele Yogalehrer:innen beginnen nebenberuflich. Einige regelmäßige Kurse pro Woche lassen sich häufig gut mit einer bestehenden beruflichen Tätigkeit verbinden. Gleichzeitig entsteht so die Möglichkeit, Unterrichtserfahrung zu sammeln und Schritt für Schritt einen eigenen Teilnehmerkreis aufzubauen.
Wer später umfangreicher unterrichten möchte, kann sein Angebot erweitern – beispielsweise durch zusätzliche Kursformate, unterschiedliche Zielgruppen, Präventionskurse oder Kooperationen mit Einrichtungen und Unternehmen.
Auch eine hauptberufliche Tätigkeit mit eigenen Räumen oder einem eigenen Studio ist möglich. Sie stellt jedoch andere Anforderungen an Organisation, Kalkulation, Marketing und Auslastung als einige nebenberufliche Kurse.
Wovon hängt das Einkommen als Yogalehrer ab?
Die wirtschaftlichen Möglichkeiten unterscheiden sich erheblich. Eine pauschale Aussage darüber, was Yogalehrer:innen verdienen, wäre deshalb wenig sinnvoll.
Wichtige Faktoren sind unter anderem:
- die Anzahl der regelmäßig unterrichteten Kurse,
- die Teilnehmerzahl und Auslastung,
- die Preisgestaltung,
- eigene Kurse oder Honorartätigkeit für andere Anbieter,
- die angesprochenen Zielgruppen,
- zusätzliche Qualifikationen und Kursangebote,
- Raum- und Betriebskosten sowie
- die Fähigkeit, langfristig Teilnehmer:innen zu gewinnen und zu binden.
Deshalb gehört zu einer professionellen Tätigkeit als Yogalehrer:in neben der Freude am Yoga auch ein realistischer Blick auf die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.
Guter Unterricht ist die wichtigste Grundlage
Langfristig entsteht ein erfolgreiches Kursangebot vor allem dann, wenn Menschen gerne wiederkommen.
Eine fundierte Ausbildung sollte deshalb nicht nur eine große Zahl von Asanas vermitteln. Yogalehrer:innen müssen lernen, Gruppen zu führen, Übungen verständlich anzuleiten, unterschiedliche Voraussetzungen wahrzunehmen und Unterricht sinnvoll aufzubauen.
Fachliche Qualität, Verlässlichkeit und ein guter Umgang mit den Teilnehmer:innen sind wesentliche Voraussetzungen für eine nachhaltige berufliche Tätigkeit.
Eine klare Zielgruppe erleichtert den Einstieg
Nicht jeder Yogakurs muss für jeden Menschen geeignet sein. Eine klare Vorstellung davon, wen man unterrichten möchte, kann die Entwicklung eines eigenen Angebots erheblich erleichtern.
Das können beispielsweise Einsteiger:innen, erfahrene Teilnehmer:innen, Schwangere, Kinder oder ältere Menschen sein. Auch Entspannung und Stressregulation können einen besonderen Schwerpunkt bilden.
Auf der gemeinsamen Grundlage der Tripada® Methode können Yogalehrer:innen ihre Qualifikation deshalb durch unterschiedliche Kursleiterschulungen und Kurskonzepte erweitern.
Präventionskurse als berufliche Möglichkeit
Für entsprechend qualifizierte Yogalehrer:innen können Präventionskurse nach § 20 SGB V ein interessantes Tätigkeitsfeld darstellen.
Wer die persönlichen Qualifikationsvoraussetzungen erfüllt und ein entsprechend zertifiziertes Kurskonzept verwendet, kann nach erfolgreicher Zertifizierung Kurse anbieten, für die gesetzlich Versicherte Zuschüsse ihrer Krankenkasse erhalten können.
Tripada® verfügt über zentral zertifizierte Yoga-Kurskonzepte für unterschiedliche Zielgruppen. Für entsprechend qualifizierte Tripada® Yogalehrer:innen und Partner begleiten wir außerdem den Weg durch das ZPP-Verfahren und übernehmen die organisatorische Abwicklung – beispielsweise die Einrichtung des Accounts und das Einreichen der erforderlichen Nachweise. Die Prüfung und Zertifizierung selbst erfolgt durch die Zentrale Prüfstelle Prävention.
Was bringt ein bestehendes System?
Nach einer Yogalehrerausbildung kann jede Lehrkraft ihren eigenen beruflichen Weg entwickeln. Wer vollständig unabhängig arbeiten möchte, kann eigene Angebote und Konzepte aufbauen.
Andere möchten auf vorhandene Strukturen zurückgreifen. Eine Zusammenarbeit mit Tripada® kann – abhängig von Qualifikation und gewähltem Modell – den Zugang zu erprobten Curricula, Kurskonzepten, Unterrichtsmaterialien, Fortbildungen und einem bestehenden Netzwerk ermöglichen.
Dadurch muss nicht jeder Bestandteil einer professionellen Tätigkeit von Grund auf neu entwickelt werden.
Kann Yoga also wirklich zum Beruf werden?
Ja – aber eine gute Ausbildung ist erst der Anfang.
Eine tragfähige Tätigkeit entsteht aus dem Zusammenspiel von fachlicher Kompetenz, gutem Unterricht, einer sinnvollen Positionierung und wirtschaftlichem Denken. Für manche bedeutet das einige regelmäßige Kurse neben dem Hauptberuf. Andere entwickeln daraus Schritt für Schritt eine umfangreichere selbstständige Tätigkeit.
Eine gute Yogalehrerausbildung sollte deshalb nicht nur auf einen Abschluss vorbereiten, sondern auch die Frage berücksichtigen, wie aus der erworbenen Qualifikation später eine professionelle Tätigkeit entstehen kann.
Tripada® Yogalehrerausbildung
Die Tripada® Yogalehrerausbildung verbindet fundierte Yogapraxis mit Gesundheitswissenschaften, Pädagogik, Didaktik und praktischer Unterrichtserfahrung. Durch den modularen Aufbau kannst Du Deine Qualifikation entsprechend Deiner persönlichen und beruflichen Ziele Schritt für Schritt erweitern.