by Hans Deutzmann | Aug. 14, 2026 | Blog, Blogbeiträge
Was passiert bei zu wenig Teilnehmern? Wenn sich der Start der Yogalehrerausbildung verschiebt?
Eine qualifizierte Yogalehrerausbildung lebt nicht nur von guten Dozent:innen und einem fundierten Curriculum. Auch die Ausbildungsgruppe spielt eine wichtige Rolle.
Bei der Tripada® Yogalehrerausbildung arbeiten wir bewusst mit kleinen Ausbildungsgruppen von maximal 12 Teilnehmer:innen. Gleichzeitig benötigen wir eine ausreichende Gruppengröße, damit eine Ausbildung fachlich, gruppendynamisch und wirtschaftlich sinnvoll durchgeführt werden kann.
Deshalb kann es vorkommen, dass ein geplanter Ausbildungsstart verschoben werden muss – zum Beispiel dann, wenn die erforderliche Mindestteilnehmerzahl zum vorgesehenen Starttermin noch nicht erreicht ist.
Wie weit kann Tripada® den Ausbildungsstart verschieben?
Wir möchten Interessent:innen einerseits frühzeitig die Möglichkeit zur Anmeldung geben, andererseits aber auch vermeiden, dass ein Ausbildungsbeginn auf unbestimmte Zeit verschoben werden kann.
Deshalb haben wir dafür eine klare Regel:
Tripada® kann den Beginn einer Ausbildungsgruppe höchstens zweimal verschieben. Eine Verschiebung erfolgt jeweils nur auf den unmittelbar nächsten bereits festgelegten Seminartermin.
Unsere Seminartermine liegen in der Regel etwa fünf bis sechs Wochen auseinander. Eine Verschiebung bedeutet deshalb nicht automatisch, dass sich der Ausbildungsstart um ein halbes oder ganzes Jahr verzögert.
Warum kann eine Mindestteilnehmerzahl notwendig sein?
Eine Yogalehrerausbildung ist keine gewöhnliche Seminarreihe. Viele Ausbildungsinhalte entstehen im gemeinsamen Lernen: Die Teilnehmer:innen üben miteinander, beobachten sich gegenseitig, unterrichten in Kleingruppen, geben Rückmeldungen und sammeln praktische Unterrichtserfahrung.
Eine ausreichend große Ausbildungsgruppe ist deshalb auch aus pädagogischen und gruppendynamischen Gründen sinnvoll.
Gleichzeitig begrenzen wir unsere Ausbildungsgruppen bewusst auf maximal 12 Teilnehmer:innen. So bleibt genügend Raum für individuelle Begleitung, Lehrproben, Korrekturen und den persönlichen Austausch mit den Dozent:innen.
Was bedeutet eine Verschiebung für meine Anmeldung?
Wenn Tripada® einen vorgesehenen Ausbildungsstart verschiebt, bleibt Deine Anmeldung für den unmittelbar folgenden festgelegten Seminartermin bestehen.
Sollte auch zu diesem Zeitpunkt die erforderliche Teilnehmerzahl noch nicht erreicht sein, kann der Beginn ein zweites und letztes Mal auf den darauffolgenden festgelegten Seminartermin verschoben werden.
Warum haben wir diese Regel eingeführt?
Uns ist wichtig, dass beide Seiten Planungssicherheit haben.
Tripada® benötigt eine ausreichend große Gruppe, um die Ausbildung in der vorgesehenen Qualität durchführen zu können. Gleichzeitig sollen angemeldete Teilnehmer:innen wissen, wie lange sie maximal auf den Beginn ihrer Ausbildung warten müssen.
Deshalb gibt es bei uns keine unbegrenzte Verschiebung von einem Termin zum nächsten.
Kurz gesagt: Wird die notwendige Gruppengröße noch nicht erreicht, kann Tripada® den Ausbildungsstart bis zu zweimal verschieben – jeweils nur auf den nächsten bereits festgelegten Seminartermin. Damit verbinden wir eine verlässliche Ausbildungsplanung mit einer klaren zeitlichen Grenze für unsere Teilnehmer:innen.
Wann steht endgültig fest, dass die Ausbildung startet?
Was passiert bei zu wenigen Teilnehmern?
Sobald die notwendige Teilnehmerzahl erreicht ist, bestätigen wir den Ausbildungsstart verbindlich. Die angemeldeten Teilnehmer:innen wissen dann frühzeitig, dass ihre Ausbildungsgruppe zustande kommt und können entsprechend planen.
Wenn Du Dich für die Tripada® Yogalehrerausbildung interessierst, kannst Du Dich jederzeit über den aktuellen Stand der nächsten Ausbildungsgruppe informieren.
by Hans Deutzmann | Aug. 14, 2026 | Uncategorized
Was kostet eine Yogalehrerausbildung?
Yogalehrerausbildung Kosten? Eine einfache Antwort darauf gibt es nicht. Je nach Umfang, Ausbildungsinstitut, Gruppengröße und Ausbildungsziel unterscheiden sich die Preise erheblich.
Vor allem aber sollte man nicht nur die Zahl der Ausbildungsstunden miteinander vergleichen. Entscheidend ist, was in der Ausbildung enthalten ist, unter welchen Bedingungen gelernt wird und welche beruflichen Möglichkeiten die Ausbildung anschließend eröffnet.
Wie viel kostet eine Yogalehrerausbildung?
Für eine fundierte Yogalehrerausbildung muss man in Deutschland mit mehreren Tausend Euro rechnen. Schon bei Ausbildungen mit 300 Stunden gibt es erhebliche Preisunterschiede. Umfangreichere Ausbildungen mit 500 Stunden liegen häufig noch deutlich darüber.
Ein sinnvoller Preisvergleich sollte deshalb mindestens folgende Fragen berücksichtigen:
- Wie viele Ausbildungsstunden umfasst die Ausbildung?
- Wie viele davon finden im direkten Präsenzunterricht statt?
- Wie groß ist die Ausbildungsgruppe?
- Wie umfangreich sind Unterrichtspraxis und Lehrproben?
- Sind Praktika vorgesehen?
- Welche Ausbildungsunterlagen sind enthalten?
- Ist die Ausbildung auf die Anforderungen der ZPP ausgerichtet?
- Stehen bereits zertifizierte Präventionskonzepte zur Verfügung?
- Wie intensiv werden die Teilnehmer:innen während und nach der Ausbildung begleitet?
Bei einer Yogalehrerausbildung kaufst Du nicht einfach eine bestimmte Anzahl von Stunden. Entscheidend ist, was in diesen Stunden geschieht und welche Qualifikation Du am Ende erreicht hast.
Was kostet die Tripada® Yogalehrerausbildung?
Die Tripada® Yogalehrerausbildung ist modular aufgebaut. Dadurch kannst Du den Umfang Deiner Ausbildung entsprechend Deinen persönlichen und beruflichen Zielen wählen und später erweitern.
300 h Grundausbildung – 3.400 €
10 Seminarwochenenden mit 200 Stunden Präsenzunterricht plus Selbststudium und weiteren Ausbildungsleistungen. Die Grundausbildung kann später auf 500 oder 700 Stunden erweitert werden.
500 h Fachausbildung – 4.900 €
15 Seminarwochenenden mit 300 Stunden Präsenzunterricht plus Praktikum und weiteren Ausbildungsleistungen. Die Ausbildung ist auf die fachlichen Anforderungen für eine Tätigkeit im Präventionsbereich ausgerichtet.
700 h Lizenzausbildung – 6.400 €
Die umfangreichste Tripada® Ausbildung mit erweiterter Praxis- und Kursleiterqualifizierung, Tripada® Kurskonzepten, Kursmaterialien, Lizenzpartnerschaft sowie umfassender Begleitung auf dem Weg zur ZPP-Anerkennung und Kurszertifizierung.
Alle Tripada® Ausbildungsgruppen sind auf maximal 12 Teilnehmer:innen begrenzt.
Was kosten vergleichbare Yogalehrerausbildungen?
Ein Blick auf aktuell angebotene Ausbildungen zeigt, wie unterschiedlich Preise und Leistungen sein können. Die folgende Übersicht ist keine vollständige Marktstudie, sondern eine Auswahl öffentlich angebotener Ausbildungen. Preise und Leistungen entsprechen dem veröffentlichten Stand zum Zeitpunkt unserer Recherche.
| Ausbildung |
Umfang |
Preis |
Gruppe |
ZPP / Prävention |
| Tripada® |
500 h |
4.900 € |
max. 12 |
Auf die fachlichen Anforderungen ausgerichtet; individuelle Begleitung auf dem Weg zur ZPP-Anerkennung |
| Yoga Vidya Bielefeld |
500 h |
3.960 € zzgl. weiterer Kosten für Aufenthalte/Bücher |
keine vergleichbare Obergrenze öffentlich ausgewiesen |
ZPP-/Krankenkassenanerkennung vorgesehen |
| HFA |
500 h |
ca. 6.500 € |
nicht öffentlich ausgewiesen |
ZPP-orientiert, inkl. zertifizierter Präventionskonzepte |
| ANSE Yoga |
500 h |
ca. 6.200–6.900 € je nach Zahlungsmodell |
nicht öffentlich ausgewiesen |
je nach individuellem Anerkennungsweg zu prüfen |
Hinweis: Ausbildungsmodelle unterscheiden sich erheblich. Die Tabelle dient deshalb der Orientierung und stellt keine Gleichwertigkeit der Angebote fest.
Ist Tripada® damit eine günstige Yogalehrerausbildung?
Die Tripada® Ausbildung gehört nicht zu den billigsten Angeboten am Markt – das soll sie auch nicht.
Mit 4.900 € für die 500-Stunden-Fachausbildung liegt sie jedoch deutlich unter verschiedenen aktuell angebotenen 500-Stunden-Ausbildungen, die etwa 6.000 bis 6.900 € kosten.
Gleichzeitig findet die Ausbildung bei Tripada® bewusst in kleinen Gruppen mit maximal 12 Teilnehmer:innen statt.
Das ist insbesondere bei einer beruflichen Ausbildung wichtig. Unterrichtspraxis, Lehrproben, individuelle Rückmeldungen und die Entwicklung der eigenen Lehrkompetenz benötigen Zeit und persönliche Begleitung.
Warum ist die Gruppengröße beim Preisvergleich wichtig?
Eine Ausbildungsstunde mit einer sehr großen Gruppe ist nicht dasselbe wie eine Ausbildungsstunde in einer kleinen Gruppe.
Bei maximal zwölf Teilnehmer:innen bleibt mehr Raum für:
- individuelle Fragen und Rückmeldungen,
- praktische Unterrichtsübungen,
- Lehrproben und deren gemeinsame Auswertung,
- Beobachtung und Korrektur der eigenen Yogapraxis,
- methodische Diskussionen und
- die persönliche Begleitung durch die Dozent:innen.
Deshalb sollte man beim Vergleich der Kosten einer Yogalehrerausbildung nicht nur fragen: „Wie viele Stunden bekomme ich für mein Geld?“
Mindestens ebenso wichtig ist die Frage: „Unter welchen Bedingungen findet meine Ausbildung statt?“
Was kostet eine Yogalehrerausbildung mit ZPP-Perspektive?
Wer später Präventionskurse nach § 20 SGB V anbieten möchte, sollte besonders genau vergleichen.
Nicht jede Yogalehrerausbildung erfüllt automatisch alle Voraussetzungen für eine Anerkennung durch die Zentrale Prüfstelle Prävention (ZPP). Neben dem Umfang der Ausbildung spielen fachliche Inhalte, Nachweise und die individuellen Voraussetzungen der jeweiligen Person eine Rolle.
Die Tripada® Fachausbildung mit 500 Stunden ist auf die fachlichen Anforderungen für den Präventionsbereich ausgerichtet. Wenn Du eine ZPP-Anerkennung anstrebst, begleiten wir Dich auf diesem Weg und prüfen mit Dir, welche Voraussetzungen und Nachweise in Deinem individuellen Fall erforderlich sind.
Was ist bei der 700-Stunden-Lizenzausbildung zusätzlich enthalten?
Wer diesen Weg nicht weitgehend selbst organisieren möchte, kann sich für die 700-Stunden-Lizenzausbildung für 6.400 € entscheiden.
Hier geht es nicht einfach um „200 Stunden mehr“. Die Lizenzausbildung verbindet die fachliche Ausbildung mit einem umfangreichen System für die spätere berufliche Tätigkeit.
Dazu gehören insbesondere:
- erweiterte Praxis- und Kursleiterqualifizierung,
- aktuell sieben Tripada® Kurskonzepte,
- die dazugehörigen Kurs- und Unterrichtsmaterialien,
- die Tripada® Lizenzpartnerschaft,
- Begleitung bei der persönlichen ZPP-Anerkennung,
- Unterstützung bei den Kurszertifizierungen und
- weitere Unterstützung unserer Partner bei der praktischen Umsetzung.
Bei der 700-Stunden-Ausbildung begleiten wir nicht nur die Ausbildung – wir unterstützen unsere Partner auch auf dem Weg in die berufliche Praxis.
300, 500 oder 700 Stunden – welche Investition ist sinnvoll?
Das hängt davon ab, was Du mit Deiner Ausbildung erreichen möchtest.
300 Stunden können die richtige Wahl sein, wenn Du eine fundierte Yogalehrerausbildung suchst und zunächst mit dem Unterrichten beginnen möchtest.
500 Stunden sind interessant, wenn Du Deine fachliche Qualifikation deutlich erweitern und insbesondere eine Tätigkeit im Bereich Prävention anstreben möchtest.
700 Stunden richten sich an Menschen, die den vollständigen Tripada® Ausbildungs- und Lizenzweg gehen und dabei auf vorhandene Kurskonzepte, Materialien und umfassende Unterstützung zurückgreifen möchten.
Da die Ausbildung modular aufgebaut ist, musst Du diese Entscheidung nicht zwingend am ersten Tag treffen. Die Grundausbildung kann später erweitert werden.
Fazit: Nicht nur den Preis vergleichen
Die Frage „Was kostet eine Yogalehrerausbildung?“ ist wichtig. Noch wichtiger ist jedoch die Frage, was Du für diesen Preis bekommst.
Stundenzahl, Präsenzanteil, Gruppengröße, Unterrichtspraxis, ZPP-Perspektive, Kurskonzepte und Unterstützung nach der Ausbildung können mindestens ebenso entscheidend sein wie die reine Ausbildungsgebühr.
Tripada® verbindet deshalb eine fundierte Ausbildung in kleinen Gruppen mit unterschiedlichen Ausbildungswegen für unterschiedliche berufliche Ziele.
by Hans Deutzmann | Aug. 14, 2026 | Blog, Blogbeiträge
Yogalehrerausbildungen unterscheiden sich nicht nur durch ihre Dauer, die Zahl der Unterrichtsstunden oder die behandelten Asanas. Entscheidend ist auch, welches Verständnis von Yoga und Yogaunterricht hinter einer Ausbildung steht.
Die Tripada® Yogalehrerausbildung vermittelt deshalb nicht einfach einen bestimmten Yogastil. Sie basiert auf einer eigenen gesundheitsorientierten Methodik, die klassische Grundlagen des Yoga mit Gesundheitswissenschaften, Pädagogik und moderner Didaktik verbindet.
Im Mittelpunkt steht die Fähigkeit, Yoga gesundheitsorientiert, methodisch begründet und an unterschiedliche Menschen angepasst zu unterrichten.
1. Klassischer Yoga – zeitgemäß vermittelt
Tripada® Yoga bezieht sich auf wesentliche Grundlagen des klassischen Yoga, insbesondere das Yoga Sutra des Patanjali, sowie auf die Tradition des Hatha Yoga.
Tradition bedeutet für uns jedoch nicht, überlieferte Methoden unkritisch zu übernehmen. Wir wollen verstehen, warum eine Methode eingesetzt wird, welche Wirkungen angestrebt werden und für wen sie geeignet ist.
Ein zentraler Bezugspunkt ist dabei ein Lehrsatz, den mein indischer Lehrer Dr. M. L. Gharote für die Yogapraxis besonders hervorgehoben hat:
sthira sukham āsanam
Eine Haltung soll stabil und zugleich angenehm sein.
Daraus ergibt sich ein Grundsatz, der die Tripada® Methode bis heute prägt:
Die Übung muss zum Menschen passen – nicht der Mensch zur Übung.
2. Gesundheit ist eine zentrale Zielsetzung
Tripada® Yoga wurde gezielt im Kontext der Gesundheitsförderung und Prävention entwickelt. Deshalb betrachten wir Übungen nicht nur danach, wie sie traditionell ausgeführt werden oder äußerlich aussehen.
Wir fragen: Welches Ziel verfolgen wir mit einer Übung? Welche Voraussetzungen bringen die Teilnehmer:innen mit? Welche Belastungen entstehen? Welche Variante ist angemessen und wann sollte eine Übung verändert werden?
Diese gesundheitliche Orientierung zieht sich durch die Yogapraxis ebenso wie durch Anatomie, Psychologie, Stressregulation, Entspannung und Unterrichtsmethodik.
3. Vom Einfachen zum Schweren
Guter Yogaunterricht braucht einen nachvollziehbaren Aufbau. Ein wichtiges didaktisches Prinzip des Tripada® Yoga lautet deshalb:
Vom Einfachen zum Schweren.
Übungen und Unterrichtsinhalte werden methodisch aufgebaut. Teilnehmer:innen sollen nicht möglichst schnell eine anspruchsvolle Endposition erreichen, sondern schrittweise die Voraussetzungen für eine Übung entwickeln und dabei eigene Erfahrungen sammeln können.
4. Nicht die Idealhaltung steht im Mittelpunkt
Menschen unterscheiden sich hinsichtlich Alter, Beweglichkeit, Kraft, Körperbau, Erfahrung und gesundheitlicher Voraussetzungen. Deshalb halten wir wenig von der Vorstellung, für jeden Menschen ließe sich mit akribischer Genauigkeit dieselbe äußerlich „richtige“ Form einer Yogahaltung definieren.
Eine Veränderung einer Haltung verändert zunächst bestimmte Aspekte einer Übung. Was sich dadurch verändert, kann wahrgenommen, erspürt und erkundet werden.
Eine Abweichung von einer vermeintlichen Idealform ist deshalb nicht automatisch falsch.
Problematisch wird eine Übung dort, wo sie dysfunktional wird, Beschwerden hervorruft oder einem Menschen schadet.
5. Zielgruppenorientierung: ähnliche Voraussetzungen – angepasstes Übungsgut
Personenzentrierter Yoga bedeutet nicht, dass im Gruppenunterricht für jeden Menschen ein vollständig eigenes Programm entwickelt werden muss.
Menschen lassen sich vielmehr zu Zielgruppen mit ähnlichen Voraussetzungen, Bedürfnissen und Übungszielen zusammenfassen.
Ein Einsteigerkurs stellt beispielsweise andere Anforderungen als ein Kurs für erfahrene Teilnehmer:innen. Kinder haben andere Voraussetzungen als Schwangere oder ältere Menschen. Auch Menschen, die vor allem Entspannung und Stressregulation suchen, benötigen andere Schwerpunkte.
Tripada® entwickelt deshalb zielgruppenspezifische Kurskonzepte mit einem jeweils angepassten Übungsgut. Auswahl, Schwierigkeitsgrad, Aufbau und Vermittlung der Übungen orientieren sich an den typischen Voraussetzungen der jeweiligen Zielgruppe.
Nicht jedes Übungsgut ist für jede Zielgruppe gleichermaßen geeignet.
Damit findet bereits auf der Ebene des Kurskonzeptes eine erste Anpassung statt. Innerhalb einer Zielgruppe bleiben die einzelnen Menschen selbstverständlich verschieden. Deshalb kommt anschließend eine zweite Ebene hinzu: die individuelle Anpassung der konkreten Übung.
6. Standardisierte Kurskonzepte – individuell anpassbarer Unterricht
Tripada® arbeitet mit standardisierten Kurskonzepten, Curricula und einem definierten, einheitlichen Übungsgut. Dadurch entsteht eine gemeinsame fachliche und methodische Grundlage für den Unterricht.
Standardisiert werden beispielsweise Kursziele, Inhalte, Stundenaufbau, methodische Progression und das für die jeweilige Zielgruppe vorgesehene Übungsgut. Das schafft Orientierung für die Lehrkräfte und macht Qualität nachvollziehbar und überprüfbar.
Standardisierung bedeutet jedoch ausdrücklich nicht, dass alle Teilnehmer:innen eine Übung in exakt derselben äußeren Form ausführen müssen.
Wir standardisieren Kurskonzepte und Übungsgut – nicht den Menschen.
Die konkrete Ausführung einer Übung kann innerhalb klarer methodischer Leitplanken an die individuellen Voraussetzungen der Teilnehmer:innen angepasst werden.
Dafür gelten im Tripada® Yoga insbesondere drei Grundprinzipien:
- sthira sukham āsanam: Die Haltung soll stabil und zugleich angenehm sein.
- Rückensicherheit: Übungen und Varianten werden unter dem Gesichtspunkt einer funktionellen und angemessenen Belastung ausgewählt und angepasst.
- Personenzentrierung: Im Mittelpunkt steht der konkrete Mensch mit seinen Voraussetzungen, Möglichkeiten und Erfahrungen – nicht die möglichst exakte Nachbildung einer äußeren Idealform.
So kann eine Gruppe gemeinsam nach einem einheitlichen Curriculum und mit einem gemeinsamen Übungsgut arbeiten, während einzelne Teilnehmer:innen unterschiedliche Varianten einer Übung praktizieren.
Die Anpassung erfolgt dabei nicht beliebig. Yogalehrer:innen lernen in der Ausbildung, Varianten fachlich zu beurteilen und methodisch begründet einzusetzen.
7. Zielgruppe, Standardisierung und Personenzentrierung gehören zusammen
Die Tripada® Methode verbindet damit drei Ebenen, die aufeinander aufbauen:
1. Die Zielgruppe
Menschen mit hinreichend ähnlichen Voraussetzungen, Bedürfnissen und Übungszielen werden in einem geeigneten Kursformat zusammengefasst.
2. Das standardisierte Kurskonzept
Für diese Zielgruppe gibt es ein definiertes Curriculum, einen methodischen Aufbau und ein angepasstes gemeinsames Übungsgut.
3. Der einzelne Mensch
Innerhalb dieses Rahmens wird die konkrete Übung nach den Prinzipien von sthira sukham, Rückensicherheit und Personenzentrierung individuell angepasst.
Damit verbinden wir die Vorteile eines strukturierten und qualitätsgesicherten Kurskonzeptes mit der notwendigen Flexibilität im Umgang mit individuellen Menschen.
8. Verstehen statt einfach nachmachen
In der Tripada® Yogalehrerausbildung möchten wir keine Autoritätsgläubigkeit vermitteln.
Eine Methode ist nicht allein deshalb sinnvoll, weil sie alt ist, von einem bekannten Lehrer stammt oder innerhalb einer bestimmten Yogatradition praktiziert wird.
Wir versuchen Yogapraktiken zu analysieren, zu verstehen und hinsichtlich ihrer Zielsetzung zu beurteilen.
Warum wird eine Übung auf diese Weise durchgeführt? Was verändert sich bei einer anderen Ausführung? Welche Wirkung wird angestrebt? Für wen ist sie geeignet?
Diese Fragen sind für uns wichtiger als die bloße Reproduktion einer vorgegebenen Form.
9. Offen gegenüber unterschiedlichen Yogatraditionen
Tripada® Yoga versteht sich nicht als abgeschottete Yogarichtung, die ausschließlich Techniken einer bestimmten Schule zulässt.
Wir nutzen Methoden unterschiedlicher Traditionen, wenn sie angemessen, nützlich und für das jeweilige Unterrichtsziel sinnvoll sind.
Entscheidend ist nicht allein, aus welcher Schule eine Technik stammt, sondern ob sie sich fachlich begründet in einen gesundheitsorientierten Unterricht integrieren lässt.
10. Ein säkularer Yogaansatz
Tripada® Yoga wird säkular vermittelt. Die Geschichte und die philosophischen Grundlagen des Yoga gehören selbstverständlich zur Ausbildung. Sie werden jedoch nicht als religiöse Glaubenslehre vermittelt.
Dadurch ist Yoga für Menschen mit unterschiedlichen religiösen und weltanschaulichen Hintergründen zugänglich und kann zugleich sinnvoll in Gesundheitsförderung, Prävention und Bildung eingesetzt werden.
11. Yogalehrer:innen sollen selbstständig entscheiden können
Das Ziel einer Yogalehrerausbildung kann aus unserer Sicht nicht darin bestehen, vorgefertigte Stunden lediglich möglichst exakt zu reproduzieren.
Curricula, Kurskonzepte, ein gemeinsames Übungsgut und methodische Standards geben Orientierung. Eine qualifizierte Yogalehrkraft muss darüber hinaus verstehen, wann eine Anpassung notwendig oder sinnvoll ist und warum.
Deshalb verbindet die Tripada® Yogalehrerausbildung Yogapraxis und Yogaphilosophie mit Gesundheitswissenschaften, Psychologie, Pädagogik, Didaktik und praktischer Unterrichtserfahrung.
Was kennzeichnet die Tripada® Methode?
Gesundheitsorientiert
Übungen und Methoden werden im Hinblick auf ihre Ziele und die Voraussetzungen der Menschen betrachtet.
Zielgruppenorientiert
Menschen mit ähnlichen Voraussetzungen und Bedürfnissen werden in geeigneten Kursformaten zusammengefasst und arbeiten mit einem darauf abgestimmten Übungsgut.
Standardisiert und qualitätsorientiert
Tripada® arbeitet mit definierten Kurskonzepten, Curricula, methodischen Prinzipien und einem einheitlichen Übungsgut.
Personenzentriert und anpassungsfähig
Innerhalb dieses Rahmens können Übungen nach sthira sukham, Rückensicherheit und den individuellen Voraussetzungen des Menschen angepasst werden.
Methodisch und didaktisch strukturiert
Unterricht wird systematisch aufgebaut und folgt nachvollziehbaren Lernschritten – unter anderem dem Prinzip „vom Einfachen zum Schweren“.
Säkular
Yoga wird in seinem historischen und philosophischen Zusammenhang vermittelt, ohne eine religiöse Bindung vorauszusetzen.
Offen und kritisch
Traditionen werden respektiert. Methoden dürfen und sollen zugleich analysiert, hinterfragt und sinnvoll weiterentwickelt werden.
Fazit: Eine Methode statt einer Sammlung von Übungen
Das Besondere an der Tripada® Yogalehrerausbildung liegt deshalb nicht in einer einzelnen Übung und auch nicht in der Erfindung eines weiteren Yogastils.
Entscheidend ist die Methodik hinter dem Unterricht.
Wir verbinden zielgruppengerechte und standardisierte Kurskonzepte mit einem definierten Übungsgut und klaren Qualitätsstandards. Gleichzeitig lernen Yogalehrer:innen, dieses Übungsgut innerhalb methodischer Leitplanken an den einzelnen Menschen anzupassen.
So entsteht weder beliebiger Unterricht noch ein starres System: Es entsteht ein gemeinsamer methodischer Rahmen, innerhalb dessen guter, verantwortlicher und personenzentrierter Yogaunterricht möglich wird.
Tripada® Yogalehrerausbildung kennenlernen
Die Tripada® Yogalehrerausbildung vermittelt nicht nur Yogapraxis, sondern die fachlichen und methodischen Grundlagen, um Yoga für unterschiedliche Menschen und Zielgruppen professionell zu unterrichten.
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