Tripada Social

Tripada® Social – ein ganzheitliches psychosomatisches Gesundheitstraining

Wie Tripada® Social Yoga, Gesundheitswissenschaften, Körperarbeit, Entspannung und Achtsamkeit zu einem standardisierten Konzept für die berufliche Praxis verbindet.

Stress ist weder ausschließlich ein psychisches noch ausschließlich ein körperliches Phänomen. Er zeigt sich auf verschiedenen Ebenen: in Muskelspannung und Körperhaltung, in der Atmung, in innerer Unruhe, in Gedanken und Gefühlen, in der Aufmerksamkeit und nicht zuletzt darin, wie wir unseren eigenen Körper und unsere aktuelle Situation wahrnehmen.

Genau an diesem Zusammenspiel setzt Tripada® Social an. Das von der Tripada Akademie entwickelte Konzept verbindet einfache körperliche und mentale Verfahren zu einem standardisierten, ganzheitlichen psychosomatischen Gesundheitstraining.

Seine wesentlichen Wurzeln liegen im Yoga. Tripada® Social ist jedoch kein klassischer Yogakurs und auch keine verkürzte Yogalehrerausbildung. Geeignete Methoden des Yoga werden mit Erkenntnissen und Konzepten aus Gesundheitswissenschaften, Gesundheitsförderung, Psychologie und Stressforschung, Psychosomatik, Anatomie und Physiologie, Bewegungswissenschaft sowie moderner Pädagogik und Didaktik verbunden.

Das Ergebnis ist ein eigenständiges, säkulares und niedrigschwelliges Gesundheitstraining, das insbesondere für die Anwendung in sozialen, pädagogischen, therapeutischen und rehabilitativen Arbeitsfeldern entwickelt wurde.

Die Wurzeln liegen im Yoga

Tripada® Social verschweigt seine Herkunft aus dem Yoga ausdrücklich nicht. Im Gegenteil: Wesentliche Prinzipien stammen aus dem Tripada Yoga®.

Im Mittelpunkt stehen jedoch nicht möglichst anspruchsvolle Körperhaltungen, besondere Beweglichkeit oder das Erlernen eines umfangreichen traditionellen Übungsrepertoires.

Die Körperübungen werden vielmehr als Bestandteil eines psychosomatischen Regulationsprozesses verstanden.

Eine besondere Bedeutung haben dabei statische Dehn- und Halteübungen. Eine Position wird langsam und bewusst eingenommen, eine angemessene Dehnung wird gehalten, unnötige Muskelspannung möglichst reduziert und die Atmung bleibt ruhig. Danach wird die Position bewusst gelöst und die Veränderung nachgespürt.

Damit werden Spannung, Dehnung, Halten, Loslassen und Entspannung unmittelbar körperlich erfahrbar.

Die Asanas sind in diesem Verständnis nicht lediglich „Bewegungsübungen“. Sie stellen selbst einen körperorientierten Weg der Entspannungs- und Spannungsregulation dar.

Hinzu kommen Körper- und Spannungswahrnehmung, Atemübungen, Achtsamkeit und Stille, einfache Meditationen sowie eine angeleitete Tripada® Tiefenentspannung.

Vom klassischen Yoga zum modernen Gesundheitstraining

Traditionelle Yogasysteme sind in bestimmten historischen, kulturellen, philosophischen und teilweise religiösen Zusammenhängen entstanden. Ihre Ziele und Begründungen sind deshalb nicht identisch mit denen moderner Gesundheitsförderung.

Tripada geht einen anderen Weg.

Aus dem Yoga werden solche Prinzipien und Verfahren ausgewählt, die sich sinnvoll in ein modernes gesundheitsorientiertes Konzept integrieren lassen. Diese werden unter gesundheitswissenschaftlichen, psychologischen, physiologischen, bewegungswissenschaftlichen und didaktischen Gesichtspunkten betrachtet, angepasst und systematisiert.

Die Frage lautet also nicht:

„Wie muss eine traditionelle Yogaübung korrekt ausgeführt werden?“

Sondern:

„Wie muss ein Verfahren gestaltet und vermittelt werden, damit es für heutige Menschen einen nachvollziehbaren Beitrag zu Gesundheit, Entspannung, Stressregulation und Selbstwahrnehmung leisten kann?“

Daraus ergeben sich einige grundlegende Prinzipien von Tripada® Social: Die Verfahren sollen sicher, einfach und leicht erlernbar sein. Sie sollen keine besondere körperliche Leistungsfähigkeit voraussetzen. Sie sollen an unterschiedliche Menschen angepasst werden können und gleichzeitig in ihren wesentlichen methodischen Prinzipien standardisiert bleiben.

Nicht der Mensch muss sich einer Übung anpassen. Die Übung muss für den Menschen angemessen sein.

Ganzheitlich und psychosomatisch

Tripada® Social betrachtet Körper und Psyche nicht als voneinander getrennte Bereiche.

Muskeltonus, Atmung, Körperempfindungen, Aufmerksamkeit, Gedanken, Gefühle und subjektives Befinden beeinflussen sich gegenseitig. Entsprechend werden unterschiedliche Regulationswege miteinander verbunden.

Eine statische Körperübung kann beispielsweise den Muskeltonus verändern und zugleich die Aufmerksamkeit auf den Körper lenken. Ruhiges Atmen unterstützt diesen Prozess. Das anschließende Loslassen und Nachspüren macht die Veränderung bewusst. Eine folgende Phase von Stille oder Tiefenentspannung führt den Regulationsprozess weiter.

So entsteht aus einzelnen Verfahren ein psychosomatisches Gesamtgeschehen.

Tripada® Social ist deshalb mehr als Yoga im engeren Sinne und zugleich mehr als eine Sammlung von Entspannungsübungen.

Ein multimethodaler Ansatz

Klassische Entspannungsverfahren wie Autogenes Training oder Progressive Muskelrelaxation besitzen jeweils eine charakteristische Methode.

Tripada® Social arbeitet dagegen bewusst multimethodal.

Es verbindet insbesondere:

  • statische Körper-, Dehn- und Halteübungen,
  • Regulation und Wahrnehmung des Muskeltonus,
  • Atem- und Regulationsübungen,
  • Körper- und Selbstwahrnehmung,
  • Achtsamkeit und Stille,
  • Meditation,
  • angeleitete Tiefenentspannung.

Dadurch stehen unterschiedliche Zugänge zur Verfügung. Nicht jeder Mensch spricht gleichermaßen auf dieselbe Methode an. Gleichzeitig können sich die verschiedenen Verfahren sinnvoll ergänzen.

Eine gewisse Verwandtschaft mit MBSR – aber eine eigenständige Entwicklung

Gerade diese multimethodale Ausrichtung erinnert an MBSR – Mindfulness-Based Stress Reduction.

Auch dort werden unterschiedliche körperliche und mentale Verfahren in einem säkularen Gesundheitstraining zusammengeführt. Insofern könnte man Tripada® Social zur ersten Orientierung durchaus als eine Art „deutschen Verwandten des MBSR“ betrachten.

Die Ähnlichkeit ist jedoch nicht das Ergebnis einer Übernahme.

Tripada® Social wurde unabhängig von MBSR entwickelt. Seine Entwicklung ging von der eigenen Arbeit mit Yoga, Entspannungsverfahren und Gesundheitsförderung aus. Daraus entstand schrittweise ein standardisiertes psychosomatisches Trainingskonzept.

Deshalb gibt es interessante Parallelen, aber auch eine eigenständige Methodik. Insbesondere die spezifische Tripada-Körperarbeit, die festgelegten Übungsfolgen, die Anleitungsmethodik und die Tripada® Tiefenentspannung gehören zum eigenen System.

Tripada® Social ist somit weder MBSR noch klassischer Yoga, sondern ein eigenständig entwickeltes psychosomatisches Gesundheitstraining.

Standardisiert in der Methode – flexibel in der Anwendung

Ein wesentliches Merkmal ist die Standardisierung.

Tripada® Social vermittelt keinen beliebigen „Methodenkoffer“, aus dem die Teilnehmenden anschließend selbst ein Programm zusammenstellen müssen.

Sie erlernen einen vollständig ausgearbeiteten Übungsablauf mit festgelegter Choreografie, definierten Verfahren und standardisierten Anleitungen.

Zunächst erleben die Teilnehmenden das Programm selbst. Anschließend lernen und üben sie schrittweise seine Anleitung.

Damit steht ihnen nach der Ausbildung ein vollständiges kleines Gesundheitstraining zur Verfügung, das als eigenständiges Gruppenangebot durchgeführt werden kann.

Gleichzeitig können einzelne Bestandteile des Programms situationsbezogen eingesetzt werden.

Standardisiert in der Methode – flexibel in der Anwendung.

Von wenigen Minuten bis zum vollständigen Gruppenangebot

Diese Flexibilität ist besonders für soziale, therapeutische und rehabilitative Arbeitsfelder interessant.

Vor einem Beratungsgespräch oder einer Gruppentherapie können wenige Minuten ruhiger Atmung, Körperwahrnehmung oder Stille das Ankommen unterstützen.

Nach emotional belastenden Inhalten kann eine kurze Körper-, Atem- oder Wahrnehmungsübung einen Übergang schaffen.

In Stressbewältigung und Psychoedukation können körperliche Spannung und Entspannung unmittelbar erfahrbar gemacht werden.

Statische Dehn- und Halteübungen können in körperorientierte Angebote integriert werden. Die angeleitete Tripada® Tiefenentspannung kann beispielsweise als kompakte Entspannungsphase eingesetzt werden.

Ebenso können Achtsamkeits- und Meditationselemente Bestandteil vorhandener Angebote sein.

Und schließlich kann das vollständige standardisierte Tripada®-Social-Programm als eigenständiges Gruppenangebot durchgeführt werden.

Damit reicht das Anwendungsspektrum von einer kurzen Intervention von wenigen Minuten bis zu einem vollständigen psychosomatischen Gesundheitstraining.

Keine Vorkenntnisse erforderlich

Ein wesentliches Prinzip ist die Niedrigschwelligkeit.

Für die Ausbildung sind keine Vorkenntnisse in Yoga, Meditation, Achtsamkeit oder Entspannungsverfahren erforderlich. Auch besondere Beweglichkeit, Kraft oder sportliche Leistungsfähigkeit werden nicht vorausgesetzt.

Die Verfahren sind bewusst einfach und leicht erlernbar.

Das gilt zugleich für die spätere Anwendung. Auch die Menschen, mit denen die Fachkräfte arbeiten, benötigen in der Regel keine Yoga- oder Meditationserfahrung, um an den einfachen Verfahren teilzunehmen.

Diese Voraussetzungslosigkeit ist gerade in heterogenen sozialen, therapeutischen und rehabilitativen Gruppen von Bedeutung.

Entspannung soll nicht nur erklärt, sondern erfahren werden

Ein weiterer Grundsatz von Tripada® Social lautet: Regulation und Entspannung sollen erfahrbar sein.

Einige Entspannungsverfahren erfordern einen längeren Lernprozess, bis sie selbstständig beherrscht werden.

Viele Verfahren des Tripada® Social sind dagegen unmittelbar zugänglich. Nach unserer langjährigen praktischen Erfahrung führen insbesondere die körperorientierten Übungen und die angeleitete Tiefenentspannung mit hoher Wahrscheinlichkeit bereits bei der ersten fachgerecht angeleiteten Anwendung zu einer subjektiv wahrnehmbaren Veränderung von Spannung, Ruhe und Entspannung.

Das ist kein individuelles Wirk- oder Heilversprechen. Menschen reagieren unterschiedlich.

Für die praktische Gesundheitsförderung ist diese unmittelbare Erfahrbarkeit jedoch von erheblichem Wert: Wer am eigenen Körper erlebt, dass sich Spannung, Atmung oder innere Unruhe verändern können, erhält einen konkreten Zugang zur eigenen Selbstregulation.

Selbsterfahrung ist Teil der Ausbildung

Dasselbe Prinzip bestimmt die Qualifizierung.

Die Teilnehmenden lernen die Verfahren zunächst durch eigene Erfahrung kennen. Darauf aufbauend werden Anleitung, Beobachtung, Feedback und Transfer in das jeweilige berufliche Arbeitsfeld geübt.

Das Ausbildungsziel ist bewusst begrenzt.

In zwei Tagen soll niemand zum Yogalehrer, Psychotherapeuten oder umfassenden Entspannungspädagogen ausgebildet werden.

Die Teilnehmenden sollen vielmehr ein klar abgegrenztes, standardisiertes und bereits entwickeltes System selbst erfahren, verstehen und anschließend innerhalb dieses Rahmens sicher anwenden können.

Fertige Materialien statt Improvisation

Die Standardisierung setzt sich nach der Ausbildung fort.

Die Teilnehmenden erhalten schriftlich ausgearbeitete Anleitungstexte, bebilderte Übungsdarstellungen, Handouts und festgelegte Übungsabläufe sowie Materialien für die angeleitete Tiefenentspannung.

Ergänzend werden derzeit Videoanleitungen aufgebaut, mit denen Übungen und Anleitungsformen wiederholt und vertieft werden können.

Niemand soll nach einem Ausbildungswochenende aus dem Gedächtnis ein eigenes Programm erfinden müssen.

Gerade die Verbindung aus festgelegtem Programm, praktischer Anleitungsschulung und dauerhaft verfügbaren Materialien ermöglicht die kompakte Ausbildung.

Seit vielen Jahren praktisch erprobt

Tripada® Social ist kein neu entwickeltes Wochenendformat.

Das Konzept und seine Methoden beruhen auf langjähriger praktischer Arbeit mit Tripada Yoga®, Entspannungsverfahren und Gesundheitsförderung.

Ein wichtiges Anwendungsfeld war die Suchthilfe. Rund 80 Suchttherapeutinnen und Suchttherapeuten wurden bereits in der Anwendung des Konzeptes qualifiziert.

Tripada® Social richtet sich heute insbesondere an Fachkräfte aus Sozialarbeit, Sozialpädagogik, Pädagogik, Beratung, Psychologie, Therapie, Rehabilitation, Suchthilfe und verwandten Arbeitsfeldern, die einfache gesundheitsfördernde Verfahren in ihre vorhandene berufliche Tätigkeit integrieren möchten.

Keine Yogalehrerausbildung in zwei Tagen

Tripada® Social umfasst zwei Tage beziehungsweise 20 Unterrichtseinheiten.

Dieser kompakte Umfang ist möglich, weil das Ausbildungsziel genau definiert und das zu erlernende System begrenzt und standardisiert ist.

Es geht nicht darum, ein umfangreiches Yogarepertoire zu beherrschen, eigene Stundenkonzepte zu entwickeln oder innerhalb eines Wochenendes Yogalehrer zu werden.

Die Teilnehmenden erlernen vielmehr die sichere und methodentreue Anwendung eines bereits entwickelten psychosomatischen Gesundheitstrainings.

Gerade diese Begrenzung macht die Qualifikation transparent: Sie vermittelt eine konkrete Anwendungskompetenz für Tripada® Social – nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Yoga weitergedacht als moderne Gesundheitsförderung

Tripada® Social zeigt zugleich einen Grundgedanken der gesamten Tripada® Methode.

Yoga muss weder auf seine traditionelle Form beschränkt noch auf bloße Fitness reduziert werden.

Seine körperlichen und mentalen Verfahren können unter Einbeziehung moderner Gesundheitswissenschaften, Psychologie, Stressforschung, Psychosomatik, Anatomie, Physiologie, Bewegungswissenschaft und Didaktik zu einem zeitgemäßen, säkularen Gesundheitstraining weiterentwickelt werden.

Dabei bleibt die Herkunft aus dem Yoga erkennbar – aber Zielsetzung, Auswahl, Aufbau und Vermittlung orientieren sich an den Anforderungen moderner Gesundheitsförderung und an den Menschen, die das Training tatsächlich nutzen.

Tripada® Social ist ein Beispiel für diesen Ansatz:

einfach und voraussetzungsarm, multimethodal und psychosomatisch, standardisiert und zugleich flexibel einsetzbar.

Standardisiert in der Methode – flexibel in der Anwendung.


Tripada® Social kennenlernen und anwenden

Die Tripada®-Social-Qualifizierung vermittelt das standardisierte Programm in einem kompakten, stark praxisorientierten Format von 2 Tagen / 20 Unterrichtseinheiten.

Vorkenntnisse in Yoga, Meditation oder Entspannungsverfahren sind nicht erforderlich.

Die Teilnehmenden erfahren das Programm selbst, üben seine Anleitung und erhalten die erforderlichen Anleitungstexte, bebilderten Materialien und Handouts für die spätere Anwendung. Ergänzend wird das Angebot derzeit um Videoanleitungen erweitert.

Tripada® Social eignet sich insbesondere für Fachkräfte aus sozialen, pädagogischen, therapeutischen und rehabilitativen Arbeitsfeldern und kann auch als Inhouse-Fortbildung für Kliniken und Einrichtungen durchgeführt werden.


Weitere Informationen, Termine und Anmeldung zur Tripada®-Social-Qualifizierung